Schafzuchtverband Berlin-Brandenburg e.V.

Auch in der Sache Dieselerstattung waren wir aktiv!

Datum: Dienstag, 6. November 2012, 21:00 Uhr | Kategorie: SZVBB | Kommentar: Keine Kommentare

Sehr geehrter Herr Minister Dr. Markov,

ich bitte Sie um Unterstützung bei einem Anliegen, dass für die Schäfer eine große Hilfe auf dem Weg zu mehr Wettbewerbsfähigkeit sein kann. Konkret geht es um die Berücksichtigung der Schäfereien bei der Agrardiesel-Rückerstattung durch eine entsprechende Änderung des Energiesteuergesetzes. Eine solche Änderung wurde bereits vor einigen Jahren für die Imkereien eingeführt, die zum Teil unter ähnlichen Problemen litten, wie sie heute immer noch die Schafhalter belasten.

Trotz zurzeit stabiler Lammfleischpreise ist die Wettbewerbsfähigkeit vieler Betriebe in der Schafhaltung durch einen hohen Kostendruck gefährdet. Dies hat in der Vergangenheit bereits zur Aufgabe von Betrieben und einem deutlichen Rückgang des Schafbestandes geführt. Zu hohen Futterkosten kommen kaum leistbare Pachtpreise, insbesondere letztere auch als Auswirkung des Erneuerbare- Energien-Gesetzes.

Nicht zuletzt tragen die hohen Dieselkosten zu der angespannten Situation bei. Schafhaltung wird sehr oft auf hofstellenfernen Weide-, Küsten- und Naturschutzflächen extensiv betrieben. Auf Grund der zum Teil beträchtlichen Entfernungen vom Hof zu den Weideflächen ist es meist nicht möglich (und unwirtschaftlich), die Strecken mit einem Traktor zurückzulegen. Viele Schäfer und Schafhalter besitzen auch gar keinen Traktor.

Die Transporte (Wasser, Futter, Tiere) werden in der Regel mit dem Geländewagen/Pick Up durchgeführt. Je nach örtlicher Gegebenheit und zum Teil Jahreszeit bedingt, fallen entsprechende Fahrten zur Versorgung der Tiere auch mehrmals täglich an.

Eine entsprechende Änderung der Agrardiesel-Rückerstattung mit einer Berücksichtigung der tatsächlich genutzten Fahrzeugart, wie sie für Imker möglich war, wäre ein deutlicher Beitrag zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit in der Schafhaltung. Bereits 2010 haben die Agrarminister der Länder die Bundesregierung aufgefordert, „für Schäfer eine analoge Ausnahmeregelung wie für die Imker zu schaffen.“

Im Namen der Schafhalter unseres Landes bitte ich Sie daher, sich in den Gremien Ihrer Partei bzw. in der Landesregierung für eine Initiative an den Bundesrat für eine dringend erforderliche Gesetzesänderung einzusetzen. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Schäfermeister Jan Greve

Vorsitzender

 

 

 

Groß Kreutz, den 30.8.2012

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